Anlagen

Die Stadtreinigung Dresden GmbH betreibt als Komplettdienstleister in der Abfall- und Rohstoffwirtschaft eigene Anlagen, wie z.B. die Biologisch-Mechanische Abfallaufbereitungsanlage oder das Sonderabfallzwischenlager und hat darüber hinaus Kontingente bei Fremdanlagen, um Ihren Kunden alles aus einer Hand zu bieten.


Biologisch-Mechanische Abfallaufbereitungsanlage (BMA)

Betreibergesellschaft: 

Dresdner Abfallverwertungsgesellschaft mbH (DAVG) - Tochtergesellschaft der SRD

Hammerweg 23
01127 Dresden

Tel: (0351) 207 42 32; Fax: (0351) 207 42 44; E-Mail: f.heinze@davg.de

Die im Auftrag der Stadt von uns errichtete BMA am Standort Hammerweg wurde 2001 in Betrieb genommen. Damit war sie die erste in Deutschland gebaute BMA, in der alle entstehenden Stoffströme verwertet werden. Mit der Errichtung der BMA endete in Dresden die Deponierung unbehandelter Abfälle als finale Entsorgung. Dank der Kapazität von 105.000 Tonnen pro Jahr kann hier der gesamte Restabfall aus allen Haushalten der Stadt Dresden und hausmüllähnlicher Gewerbeabfall verwertet werden. 

Restabfälle werden nutzbar gemacht
In der Anlage wird der Restabfall unter Nutzung des biogenen Materials einem Rotteprozess unterzogen. Die in den Rotteboxen entstehende Wärme wird zur Trocknung des Abfalls genutzt. Nach etwa sieben Tagen hat der Abfall eine Restfeuchte von ca. 15 % und 30 % seiner ursprünglichen Masse verloren.

Anschließend wird der getrocknete Abfall mechanisch aufbereitet. Dabei erfolgt eine Separierung in Wertstoffe (Eisen- und Nichteisenmetalle), Inertstoffe (Glas, Keramik, Steine, Sand), Störstoffe und Trockenstabilat, welches zu nahezu 100 % aus brennbaren Bestandteilen wie Holz, Papier, Kunststoffen und Organik besteht.

Download "Verfahrensschema BMA"


Was am Ende übrigbleibt… 
Das „Endprodukt“ der Anlage, der Ersatzbrennstoff Trockenstabilat, hat einen Heizwert von 12 MJ/kg bis 14 MJ/kg und ist damit doppelt so hoch wie Rohbraunkohle. Der darin enthaltene Anteil nachwachsender Energieträger, der eine CO²-neutrale Energiebereitstellung ermöglicht, beträgt etwa 65 %.

Unsere BMA in Dresden kann das Trockenstabilat in verschiedenen Verdichtungsstufen produzieren. Entsprechend der technologischen Notwendigkeiten und den Wünschen der Abnehmer kann das Trockenstabilat lose, anpelletiert, als Softpellet oder als Hartpellet ausgeliefert werden.
Trockenstabilat kommt als Ersatz für fossile Brennstoffe in Zement- und Kraftwerken zum Einsatz  oder kann beispielsweise in der chemischen Industrie zur Herstellung eines Synthesegases für die Methanolerzeugung verwendet werden. 

Die Inertstoffe werden gern als Füllmaterial bei der Rekultivierung von Deponien und im Wege-/ Landschaftsbau verwendet. Eisen- und Nichteisenmetalle, bei der Aufbereitung separiert werden, sind begehrte Rohstoffe im Altmetallhandel und werden wie sonstiger Schrott weiterverarbeitet.
Die im Behandlungsprozess entstehenden Abgase werden über eine hocheffiziente Abgasreinigungsanlage (LARA-Luftaufbereitungs- und Reinigungsanlage) gereinigt, wobei eine Rückgewinnung von ca. 98 % der zuvor eingesetzten Wärmeenergie erfolgt.

Übrigens: am 23. April 2013 wurde die 1.000.000te Tonne Abfall in der BMA angeliefert.

Entwicklung der BMA Dresden

1996
02. Dezember: Beschluss des Stadtrats zur Verwertung von Restabfällen als Alternative zur herkömmlichen Müllverbrennung

1999
15. April: Auftrags-Vergabe an die Firma Herhof Umwelttechnik GmbH  durch den Dresdner Stadtrat
16. Dezember: Leistungsvertrag zwischen Landeshauptstadt Dresden - SRD

2000
11. Januar: Baubeginn
20. März: Imissionsschutzrechtlichen Genehmigung durch das Regierungspräsidium Dresden
27. März: Feierliche Grundsteinlegung
22. August: Richtfest


2001
19. März: Beginn Probebetrieb
15. Mai: Feierliche Inbetriebnahme


2006
Kapazitätserweiterung auf 105.000 t/a durch Optimierung der Lüftungstechnik

2008
Erneuerung der Nachzerkleinerung

2009
Bau der Zwischenlagerhalle

2010
Umbau des Anlieferbereiches
25. Oktober: Anlieferung der 800.000ten Tonne Abfall in der BMA

2010/2011
Verbesserung der LARA® (Abluftreinigungsanlage)

2011
Umbau der Fördertechnik zur Effektivierung der Produktion von anpelletiertem Material

2012
Erneuerung eines Vorzerkleineres zur weiteren konsequenten Einsparung von Strom
18. Januar: Anlieferung der 900.000ten Tonne Abfall in der BMA

2013
Anlieferung der 1.000.000ten Tonne Abfall in der BMA

Technische Daten der BMA Dresden

Abfallinput: Restabfälle aus Haushalten, hausmüllähnlicher Gewerbeabfall
Kapazität: 105.000 Mg/a
Bebaute Fläche: 5.800 m2
Investitionssumme: ca. 22 Mio. EUR
Anlagenteile: Bunker / Rotteboxenhalle: 3.300 m2
Maschinenhalle: 2.000 m2
Bunkervolumen: 3.500 m3
Thermisch-regenerative
Abluftreinigungsanlage gemäß 30. BlmSchV (LARA®):
Redundante Ausführung in zwei Linien mit jeweils drei Kammern

 


Deponie

Die Deponie an der Radeburger Straße in Dresden wurde von 1986 bis 2001 als Hausmülldeponie betrieben. Mit der Schließung der Deponie im Jahr 2001 war Dresden die erste Stadt in Deutschland, die das Deponieren unbehandelter organischer Restabfälle aus Haushalten als finale Entsorgung eingestellt hat. Seit dem befindet sich die Deponie in der Stilllegungsphase. Die notwendigen Nachsorgemaßnahmen  werden von der SRD durchgeführt.

Seit Mai 2001 erfolgte nur noch der Einbau von mineralischen Materialien zur Deponierestverfüllung im Zuge des Anlagenabschlusses. Der Hausmüll der Landeshauptstadt Dresden wird seither in der BMA verwertet.

Der Deponiekörper wird mittels 25 Gasbrunnen entgast. Das gefasste Deponiegas wird zwei Blockkraftwerken zugeführt, die elektrische Energie erzeugen. Mit einem Monitoringprogramm werden die Bodenluft, die Grundwasserqualität und die Wirkung der Deponieentgasung permanent überwacht.
Das Setzungsverhalten der Deponie wird durch vierteljährliche Vermessung der Setzungspegel und halbjährliche Vermessung der Deponieoberfläche kontrolliert. Vorhandenes oder durch Setzung neu entstehendes Restvolumen der Deponie wird gemäß Abschlussplanung mit mineralischem Material verfüllt.

 

>> Mehr Infos zur Deponie entnehmen Sie bitte der News vom 30.12.2014


Blockgaskraftwerke

Die Stadtreinigung Dresden GmbH betreibt auf der ehemaligen Hausmülldeponie Radeburger Straße eine Gasverwertungsanlage mit 25 Gasbrunnen, 4 Regelstationen, 1 Absaugstation und 2 Blockkraftwerken. Es werden jährlich ca. 4 Mio. m³ Deponiegas verwertet.

Im Jahr 1996 wurde das erste Blockkraftwerk (BKW) mit einer Leistung von 626 kWel errichtet. Ein zweites BKW mit gleicher Leistung ging im Jahr 1998 ans Netz. Mit zunehmendem Alter der Deponie nimmt die Gasproduktion ab. Die beiden Anlagen zusammen erzeugen pro Jahr etwa 5 GWh elektrische Arbeit, was dem jährlichen Energiebedarf von ca. 3000 Haushalten entspricht. Die erzeugte Elektroenergie unserer Blockkraftwerke wird nahezu vollständig in das Dresdner Mittelspannungsnetz eingespeist.  Der Eigenverbrauch der Anlage beträgt nur ca. 3%.

Von Beginn an erfolgte die komplette Betriebsführung der Gasverwertungsanlage durch die SRD. Schrittweise haben Mitarbeiter der SRD auch alle Wartungs- und Reparaturarbeiten an der gesamten Absaug- und Regeltechnik und den beiden BKW übernommen und sich ein großes Know-How beim Anlagenbetrieb und der -unterhaltung angeeignet.

Durch technische Maßnahmen und den Einsatz optimaler Betriebsstoffe konnten wir trotz maschinentechnisch problematischer Gasinhaltsstoffe den Betrieb der Anlage nennenswert optimieren und den Verschleiß und damit Ausfall der Technik erheblich reduzieren. Die Generatoren unserer Blockkraftwerke arbeiten jetzt im Jahresdurchschnitt mit einer absoluten Verfügbarkeit von ca. 85%.


Recycling- und Entsorgungszentrum Kaditz

Adresse:
Recycling- und Entsorgungszentrum Kaditz
Scharfenberger Str. 146
01139 Dresden

Öffnungszeiten:  Mo - Fr 07:00 - 12:00 Uhr und 12:30 - 15:00 Uhr

Die Elektro(nik)altgeräte aus privaten Haushaltungen können auf allen städtischen Wertstoffhöfen gebührenfrei abgegeben werden. Ebenso ist die Abgabe für Gewerbetreibende in haushalttypischer Art und Menge gebührenfrei auf den Wertstoffhöfen möglich.
Haushaltsgroß- und Kühlgeräte, bei denen mindestens eine Kante länger als 60 cm ist, werden auf Wunsch gegen eine Gebühr von 21,80 € je Gerät von Ihnen abgeholt.
Gewerbetreibende können über entsprechende Rücknahmesysteme der Hersteller ihre Altgeräte entsorgen lassen.
Parallel dazu bieten wir eine Entsorgung gegen Entgelt im Recycling- und Entsorgungszentrum Kaditz an. Neben der Möglichkeit der Selbstanlieferung besteht auch die Möglichkeit, die Geräte vor Ort abzuholen.


Sonderabfallzwischenlager

Adresse:
Sonderabfallzwischenlager
Scharfenberger Str. 146
01139 Dresden

Öffnungszeiten:  Mo - Fr 07:00 - 12:00 Uhr und 12:30 - 15:00 Uhr

Die Stadtreinigung Dresden GmbH betreibt seit 1995 ein immissionsschutzrechtlich genehmigtes Sonderabfallzwischenlager für gefährliche Abfälle mit einer Lagerkapazität von 110t. Das Zwischenlager ist nach modernen Gesichtspunkten der Lagerung und des Umgangs mit gefährlichen Abfällen errichtet und in unterschiedliche Lagerbereiche unterteilt (Lager brennbare Flüssigkeiten, Lager wassergefährdende Stoffe und Lagertank für Emulsionen).

Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb sind wir Partner öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger, von Zweckverbänden, von mittelständischen Unternehmen und von Handwerksbetrieben. Wir sind in der Lage, ganzheitliche Entsorgungskonzepte für gefährliche Abfälle anzubieten und flexibel auf Kundenwünsche zu reagieren.

Unser hochqualifiziertes und kontinuierlich geschultes Fachpersonal ist eine Garantie für die Durchführung von Entsorgungsleistungen für Gewerbe und Industrie.
Die zentrale Lage in der Landeshauptstadt Dresden erlaubt es uns, im Zusammenhang mit einer optimalen Lager- und Transportlogistik, attraktive Entsorgungspreise anzubieten.
Der Transport der Abfälle in das Zwischenlager erfolgt durch speziell zur Beförderung von Gefahrstoffen ausgebildeten Kraftfahrer mit unseren Fahrzeugen. Kleinmengenerzeuger haben die Möglichkeit der Selbstanlieferung.